Zubereitungstipps: So gelingt saftig-zarter Rinderschmorbraten

So ein leckerer Schmorbraten aus dem Ofen darf an Sonn- und Feiertagen in vielen Familien nicht fehlen.
Doch wann ist der Rinderbraten auf den Punkt gegart?
Wie wird er außen schön kross und bleibt dabei innen zart und saftig?

 
Wenn Sie folgende Zubereitungstipps beachten, gelingt Ihnen
der perfekte Rinderschmorbraten aus dem Ofen mit Leichtigkeit.

Aus welchem Fleischstück bereitet man Rinderschmorbraten zu?

Für Schmorbraten eignen sich die größeren Stücke aus der Rinderschulter oder der Keule (zum Beispiel die Oberschale). Kochen Sie für einen festlichen Anlass? Dann gönnen Sie sich einen Rinderbraten aus dem Filet. An Ihrer Fleischtheke berät man Sie hierzu gern.

Wieviel Gramm Fleisch plant man pro Person?

Wer Gäste erwartet, liegt mit einem saftigen Braten immer richtig. Pro Person planen Sie dabei 250 Gramm Rindfleisch ein.

Wie bleibt der Rinderbraten zart und saftig?

Einen saftigen und zarten Braten zuzubereiten ist kein Hexenwerk. Die Wahl des richtigen Fleischs ist bereits die halbe Miete. Achten Sie beim Kauf auf gut verteilte feine Fettäderchen im Fleisch, auch Marmorierung genannt. Diese macht das Fleisch wunderbar zart. Ausreichend Auslauf und eine artgerechte Aufzucht sind dabei ausschlaggebend. Das Charolais-Rindfleisch der Marke Charoluxe ist hier eine gute Wahl. Da sich die Tiere regelmäßig auf der Weide bewegen, lagert sich ihr Fett gleichmäßig zwischen den Muskelsträngen ab.

Damit Ihr Braten richtig saftig wird, messen Sie die Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer und passen so den optimalen Garzeitpunkt ab.

Bei welcher Kerntemperatur ist der Rinderbraten gar?

Wenn Ihr Fleischthermometer 70 °C anzeigt, hat der Braten die Garstufe Medium erreicht, ist also außen kross und innen noch leicht rosa. Well done, also gut durch ist das Fleisch bei einer Kerntemperatur von ca. 85 °C.

Anleitung: Wie macht man einen Rinderbraten?

Den Backofen auf 195 °C vorheizen. Den Braten auf Zimmertemperatur bringen, trockentupfen, salzen und pfeffern.

Sonnenblumen- oder Rapsöl in einem Bräter erhitzen und das zimmertemperierte Rindfleisch von allen Seiten scharf anbraten. Dadurch bilden sich die Röststoffe, die dem Braten sein köstliches Aroma verleihen. Durch das kurze Anbraten schließen sich außerdem die Fleischporen schnell und der Braten bleibt saftig.

Kleingeschnittenes Gemüse nach Wahl hinzugeben (zum Beispiel Knoblauch, Zwiebeln, Möhren, Sellerie) und mit etwas Tomatenmark und Rotwein ablöschen und aufkochen. Mit Rinderbrühe aufgießen und für die feine Würze Wachholder oder ein Lorbeerblatt hinzugeben.

Das Fleisch im Backofen im Bräter bei geschlossenem Deckel bis zur gewünschten Garstufe schmoren lassen. Rechnen Sie mit insgesamt ca. 2–3 Stunden Garzeit. Zwischendurch ein paar Mal wenden und mit dem Fond übergießen.

Anschließend den Braten in Alufolie wickeln und 10–20 Minuten im ausgeschalteten Backofen ruhen lassen. So verteilt sich der Saft gleichmäßig im Fleisch.

Welche Beilagen passen zu Rinderbraten?

Erlaubt ist, was gefällt. Viele Genießer lieben Klöße mit Rotkohl zum Schmorbraten. Auch Kroketten oder Kartoffelgratin sind gern gesehen. Um ein bisschen Abwechslung auf die Teller zu bringen, dürfen Sie sich aber auch an Süßkartoffelgratin und Selleriepüree wagen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Welcher Wein passt zum Rinderbraten?

Am besten ein trockener Roter. Der lässt durch seinen höheren Alkoholgehalt eine gewisse Süße empfinden, die kräftige Speisen abrundet und besser zur Geltung bringt. Probieren Sie zum Beispiel einen Grand Cru aus dem Bordeaux, einen Burgunder oder auch einen Châteauneuf du Pape.

Haben Sie schon den leckeren Rinderbraten vom Filet mit Senfkruste und Süßkartoffelgratin probiert? Die Zubereitung ist gar nicht schwer und dank der Tipps in diesem Artikel steht einem zarten, saftigen Braten nichts mehr im Wege. Guten Appetit!